Es gibt Tage, an denen man merkt, dass ein Motto mehr war als eine gute Idee. Der Tag unseres Sommerfests war so einer.
Angefangen hat alles im April bei der Mitarbeiterversammlung. „Multi Kulti“ stand zur Auswahl – und wurde mit Abstand der Renner. Ich gebe zu, ich hatte ein wenig nachgeholfen, weil mir das Thema am Herzen liegt. Nötig gewesen wäre es nicht. Kaum war der Vorschlag im Raum, sprudelten die Ideen. Wir haben deutlich mehr gesammelt, als sich an einem Nachmittag umsetzen lässt.
Die Landkarte in der Halle
Eine der Ideen konnten wir sofort verwirklichen: die Landkarte in der Halle, auf der jede und jeder das eigene Bild ansteckt – und zwar dort, wo man herkommt. Sie hat sich im Lauf des Tages gefüllt, und das Ergebnis kann sich sehen lassen: 25 Herkunftsländer sind bei uns vertreten. Das ist kein Leitbildsatz, das ist unser Dienstplan.
Übrigens wurde auch die Einrichtungsleitung nachdrücklich aufgefordert, ihr Konterfei anzuheften. Ich habe es getan. Von Hamburg aus gesehen fängt das Ausland ja schon deutlich vor Stuttgart an, die Stadt, in der ich geboren bin.
Forró, ein brasilianischer Tanz
Bunte, von den Bewohner*innen selbstgebastelte Ketten und ein Rhythmus, bei dem man mitmuss. Mehr braucht es nicht, um Forró zu tanzen, ein Tanz den unsere Raiane aus Brasilien mitbrachte? Nun ja: die vermeintlich simple Schrittfolge entpuppte sich für den s-teifen Norddeutschen als echte Herausforderung. Aber der Spaßfaktor war immens.
Und sonst?
Es gab eine kleine Talkrunde, bei der die Kolleg*innen Gelegenheit hatten, ein bisschen aus ihrem Heimatland zu berichten. Es gab ein Knieballett, das seinem Ruf gerecht wurde. Es gab jede Menge Spiele und leckeres Fingerfood-Angebot.
Für die Musik sorgte erneut Michael Saenger – herzlichen Dank dafür.
Danke!
Auf die Beine gestellt haben das Fest die Kolleginnen der Sozialen Betreuung gemeinsam mit unserem technischen Leiter und dem Team von Küche/Service. Was da an Vorbereitung drinsteckt, sieht man einem gelungenen Nachmittag nicht an – gerade deshalb sei es hier ausdrücklich erwähnt. Ebenso gilt der Dank allen, die etwas beigesteuert, aufgebaut, abgebaut, angerichtet oder einfach mit angepackt haben.
Es war diesmal ein Fest, an dem besonders viele Kolleginnen und Kollegen teilnahmen, nicht nur aus aller Welt. Denn mit dem Feiern unserer Vielfalt haben wir natürlich auch uns selbst gefeiert.









